eine Investition die ich uneingeschränkt empfehlen kann

Sehr geehrter Herr Swoboda,

ich glaube mir, auch wenn ich die Einspielzeit wohl noch nicht überwunden habe, ein erstes Urteil über den bei Ihnen modifizierten M5 erlauben zu können:

Ich höre zu je etwa der Hälfte klassische und Unterhaltungsmusik. Bei Orchesteraufnahmen hat, was zunächst auffällt, die Breite und Staffelung des Orchesters und der Instrumente enorm zugenommen, so als nur ein Beispiel von vielen bei der Sinfonie Nr. 5 CIS-Moll von Mahler (SACD San Francisco Symphony Orchestra) und einigen anderen guten Aufnahmen (SACD wie CD), die ich zuvor so noch nie gehört habe, obwohl ich den M5 schon einige Jahre betreibe. Eine meiner Lieblingsaufnahmen, Mozart, Sinfonia Concertante K 364 Moscow Philharmonic 1963 (Leitung Kondrashin) mit den Oistrakh Brüdern (XRCD24) habe ich nach den Playermodifikationen kaum wieder erkannt. Die Aufnahme hat eine hinreißende Räumlichkeit und Plastizität, die ich so noch nicht wahrgenommen hatte. Der enorme Sprung nach vorne in Sachen räumlicher Abbildung zeigt sich auch in Aufnahmen der U-Musik. Die ohnehin guten Aufnahmen von Inakustik, Stockfisch oder Chesky Records oder generell der Dire Straits bieten ein völlig neues Bild an Räumlichkeit. „Song for Adam“ oder „When I’m gone“, aber auch „Streets of London“ von David Roth (Stockfisch), bisher schon zu meinen besten Aufnahmen gehörend, sind geradezu ein Traum mit dem „neuen“ Player. Das zweite was auffällt, ist ein deutlicher Anstieg der Wiedergabe von Details und Feinheiten, die mir über meine 802 Diamond bisher in dieser Deutlichkeit verborgen geblieben waren. Das gilt ebenfalls durchgehend für beide Musikbereiche. Die Streicher in Orchesteraufnehmen sind viel feiner und seidiger; die Holzbläser wesentlich nuancierter und farbenreicher, die Blechbläser viel brillanter als vorher. Die Wiedergabe von Klavieraufnahmen, die ich oft als zu anstrengend empfunden habe, ist deutlich angenehmer geworden, selbst bei den wütenden Klavierattacken in den Sonaten OP. 134 + 135 von Schostakowitsch (Deutsche Grammophon 4776196). Überhaupt heben sich viele, auch nicht so gute Orchesteraufnahmen jetzt wohltuend heraus aus einer undifferenzierten „Klangmatsche“. Was mir – nicht nur als Wagnerfan – besonders gefällt, ist die ungemein bessere Abbildung der Pauken und anderer Schlaginstrumente, die früher leider untergegangen sind, jetzt aber, wie bei jedem Orchesterbesuch, gut vernehmbar sind. Apropos Wagner: Meine zahlreichen „Der Ring des Nibelungen“ – Live – Mitschnitte haben eine Räumlichkeit bekommen, als säße man im ersten Rang. Die sich darbietende Bühne ist grandios, so etwas habe ich noch nicht gehört. Musik zum Reinlegen. Feinheit und Detailreichtum zeigen sich genauso in guten Aufnahmen der Unterhaltungsmusik, so z. B. in „Magazine Girl“ der Little River Band („Lead me to the Water“) oder „Don’t know why“ von Norah Jones („Come away with me“), die ich auch so bisher nicht wahrgenommen habe. Alles in Allem eine Investition in meinen NAD M5, die ich auch bereits vor Ende der Einspielzeit nur uneingeschränkt empfehlen kann.

Mit freundlichem Gruß

 

 

Kundenanlage:

SACD/CD-Player: Nad Masters M5 / Swoboda
Vorverstärker: Linn Klimax Control
Verstärker: NAD Masters M3 (als Endstufe)
Lautsprecher: B&W 802 Diamond
Gleichspannungsfilter: TK Audio
Stromfilter: TK Audio
LS-Kabel: Silent Wire LS 32
NF-Kabel: Swoboda Reinsilberkabel II
Digitalstecker: Swoboda Digitalabschluss-Stecker

 

G.Schnittcher, Neuruppin

2018-07-19T10:47:43+00:00