Die Perfektion in 3 Akten

PROLOG

Liebe Musikhörfreunde,

Wenn Sie glauben, über eine gute Musikwiedergabe-Anlage zu hören, und an ihr bereits vieles ausprobiert und verbessert haben, aber noch nicht den traumhaften Zustand völlig entspannten Hörens erreicht haben, dann machen Sie es so, wie ich es an einem Montagmorgen im vorletzten Frühjahr getan habe.

Rufen Sie Herrn Swoboda an. Wenn er nicht sofort erreichbar ist, ruft er garantiert zurück. Besitzen Sie auch nur ein Gerät, das Aussicht bietet auf Wohlklang bearbeitet zu werden, so haben Sie bereits gewonnen und verloren.
– Sie verlieren das enttäuschende Gefühl, dass aus Ihrer Anlage „nicht mehr viel herauszuholen sei“. – Dafür gewinnen Sie einen begeisterten Ratgeber und engagierten Fachmann, der Ihren Traum wahr werden lassen kann.

Dazu brauchen Sie:
a) eine gesunde Portion Vertrauen. Bis jetzt habe ich Herrn Swoboda nur telefonisch kennen gelernt.
b) Geduld, wenn Ihr Gerät Herrn Swoboda fesselt, baut er für Sie eine Sonderversion, wie sie nicht auf seiner Homepage steht und das kann schon einmal über den Wunschtermin hinaus dauern.
c) eine Portion Spielgeld, das hier besser angelegt ist als in irgendwelchen Phantasie-Zinspapieren.

ORPHEUS

Mein aussichtsreiches Gerät war ein 10 Jahre alter Röhrenverstärker für den Sennheiser Kopfhörer „Orpheus“.

Am anderen Telefonende „interessierte Begeisterung.“ Die Orpheus klingt phantastisch, wenn wir die modifiziert haben.

Spätere Telefonate ergaben sinngemäß: „Nicht nur Level 1 und 2 sind Ihres Gerätes würdig, da geht noch mehr. NOS-Röhren für die Orpheus sind hier das Zauberwort.
Diese New Old Stock Röhren schlagen klanglich alles, was es an Röhren zu kaufen gibt.“ „ Wir haben absolut seriöse Händler, die uns verschiedene NOS-Röhrentypen liefern können. Das müssen wir uns anhören. Aber das dauert , einbrennen, testhören, evtl. alles noch einmal mit anderen NOS-Röhren…… sind Sie damit einverstanden?“ „Ja, Halleluja, bin ich ein Scheich aus arabischem Reich, was würde das denn kosten?“ Die Antwort aus Essen „Ich mache Ihnen ein Pauschalangebot, unabhängig vom wirklichen Zeitaufwand.“ „Na gut, das wird dann mein Geburtstags- und Weihnachtsgeschenk zusammen werden.“

Spätsommer, mein Wunsch-Liefertermin naht. „Ihr Gerät spielt sich ein, freuen Sie sich auf ein Klangerlebnis, wie Sie es noch nie gehört haben“

Dann war es endlich soweit. Der ersehnte Anruf aus Essen kam. „So einen edlen Kopfhörer werden wir Ihnen persönlich ausliefern, auch wenn Berlin nicht mal eben um die Ecke ist.“

Der Tag der Tage nahte und Sebastian Gille kam mit meiner Swoboda-modifizierten Orpheus nebst Audiozubehör zu mir nach Berlin.

Schon kurz nach dem Einschalten der 25.000,– Eur teuren Orpheus (so wird das Teil gebraucht gehandelt, ohne Swoboda Modifikation) hörte ich, dass es sich hier um eine Wiedergabe handelt, die ich bis dato auch nicht ansatzweise gehört habe. Völlig mühelos zauberte die Orpheus die allerletzen Details mit einer unfassbaren Musikalität aus der CD. Cecila Bartoli jubilierte, tremolierte, gurrte und fauchte wie noch nie zuvor. Die „orpheischen Ohrenschmeichler“ spielte die Mondscheinsonate so feinfühlig, authentisch und ausdrucksstark , dass ich fast vergessen konnte, dass es sich hierbei um den Klang aus der Retorte handelte. „Die Orpheus klingt wirklich gut bei Ihnen, meinte Herr Gille, ich habe Sie bei Swoboda Audio mit anderen Komponenten, wie einem NAD M5 Level 3, dem Swoboda Reinsilberkabel noch deutlich besser gehört. „ Wie noch besser? Das geht doch gar nicht war meine verwunderte Antwort.

Herr Gille sollte Recht behalten.

AUDIOZUBEHÖR

Natürlich war ich neugierig auf die Qualität des Swoboda Audiozubehörs. Jemand, der es verstand, einen 20 Jahre alten Kopfhörerverstärker so extrem zu verbessern, wird auch gutes Audiozubehör haben.

So bestellte ich bei Swoboda Audio das neueste Reinsilberkabel und den digitalen Abschlussstecker zunächst zu einem Test.

Brav befolgte ich den Rat, v i e r lange Tage über Ihr Kabel zu hören und nicht hin- und herzuwechseln. Der erste und bleibende Eindruck war, dass die Musiker mit einem Mal auf der Bühne standen und vom Licht – war es die Sonne, waren es Scheinwerfer – angestrahlt wurden. Präsenz und Details und Dynamik……. das ganze Blabla, was wir kennen, traf zu!
Meinen bisherigen „Digitalabschluss“ konnte ich vergessen, nachdem ich den von Ihnen angeschlossen und den ersten Akkord -ehrlich – von Beethovens „Pathetique“, gespielt von Emil Gilels, gehört hatte. Da gab es keinen Zweifel!

Am fünften Tag“ durfte“ ich endlich den Vergleich wagen, der schnell entschieden war. Herr Gille hatte es ja gleich gehört; ich wollte erst einmal meine vorhandenen Kabel ausprobieren. Herrje, was auf den CDs noch so alles „drauf ist“, toll!
Die „Sonne“ scheint auf jede CD; das Kabel „meint es gut , selbst mit den schwächeren Aufnahmen“! Noch so ein Satz fürs Produktdingeskirchen.
So, ich habe genug geschwätzt und Shiraz genossen. Die „orpheischen Ohrenschmeichler“ stimmen mich mit der Mondscheinsonate richtig ein.

Dann ging es darum, die Energieversorgung für das CD-Player- Kopfhörer-Gespann zu optimieren. Herr Swoboda meinte, dass die Energieversorgung auch bei sehr teuren Anlagen immer wieder stiefmütterlich behandelt wird. Erst durch eine optimierte Versorgung können die Geräte überhaupt zeigen, was sie klanglich können. Herr Swoboda empfahl mir eine Netzleiste zu nehmen, ohne jeglichen Netzfilter. „Netzfilter einzubauen ist die Aufgabe der Gerätehersteller, nicht der Hersteller von Steckdosenleisten. Zusätzliche Netzfilter verursachen deutliche Dynamikeinbußen und empfindliche Timing-Probleme der Anlage“.

So entschied ich mich für die Swoboda-Netzleiste, ohne Netzfilter. Das Swoboda Team gab mir exakte Anweisung für die optimierte Aufstellung und Belegung der Steckkontakte. „Dies ist ein sehr guter Startwert“, aber experimentieren Sie bitte noch mit den Phasen weiter.
„Wow, das gibt es doch nicht! Was für eine Räumlichkeit, was für Klangeffekte auf den altvertrauten Scheiben!“
In den nächsten Wochen machte sich eine unaufdringliche Ruhe breit, verdrängte die „vorlauten Angebereffekte“. So spielte die Anlage von Woche zu Woche immer entspannter und feiner.

Aber irgendwie gab es doch noch was, was mich an der Anlage störte.
Ich hatte meinen CD-Player im Verdacht und sollte Recht behalten…

NAD M5

Inzwischen war es wieder Sommer; vor einem Jahr modifizierte das Swoboda Team meinen Röhrenverstärker. Hatte das Team nicht schon immer meinen 10 Jahre alten schicken CD Player nur als „den Hifi-Player“ qualifiziert? Testberichte attestierten dem Edelplayer damals schon den Hang zur Klangschärfe. Ob er wohl der ständige Störenfried ist? Also Nachfrage in Essen und die erwartete Antwort lautete inhaltlich: „Wenn Sie richtig gut Musik hören wollen, sollten Sie sich für einen CD-Player, der komplett in der sehr verzerrungsarmen Class-A-Technik arbeitet, also ohne jeglichen Operationsverstärker entscheiden. Ja klar, irgendwo auf der Welt gibt es bestimmt eine Ausleihstation der besten CD-Player, und dort brauch ich nur…“Wenn Sie mich fragen“ unterbrach meine abschweifenden Gedanken der hilfsbereite Herr Swoboda,“ dann nehmen Sie einen musikalisch klingenden Player wie z.B. einen von NAD M5 Swoboda Level3. Eine Spezialversion des M5, die noch nicht gelistet ist. Dann haben Sie den idealen Partner zum „Orpheus“. Wenn das Gerät Ihnen nicht gefällt, nehme ich es wieder zurück. Kein Risiko für Sie“. Komplett Class-A Technik vom Wandler Baustein über das diskrete Class-A-Analogfilter bis hin zum Class-A-Röhrenverstärker zum Kopfhörer. Das ist es.

Nun rechtzeitig zum nächsten Geburtstag kam das Paket an. Wochenlang durfte der M5 sich am Netzstrom erwärmen.
Dann war Premiere. Drei vertraute CDs kamen zu Gehör: Klavier/Klavier – Klavier/Gesang (Mezzo) – Klavier/Orchester. Alle drei Klangbilder waren anders als zuvor: wesentlich körperhafter und realistischer klangen Klavier und Stimme. Beide Pianos klangen noch nie so „erwachsen“, einerseits dicht miteinander verschmolzen, andererseits jedes für sich herauszuhören: toll!, noch nie so gehört! Zum Schluss der „Knaller“: Murray Perahia mit den Bachschen Klavierkonzerten begleitet von der Academy of St.M.i.t.f. — Wow! Solchen „Wall of Sound“ hatte ich zuvor gar nicht bemerkt, das klang zuvor (mit meinem alten CD-Spieler lästig und schrill. Die Musik floss so herrlich dahin, dass ich ganz verwundert hochschaute, als die CD zu Ende war. Ich habe zu meiner Orpheus den perfekten CD-Player gefunden.

Inzwischen habe ich einige schöne Musik-Hörstunden verbracht und freue mich immer wieder über den entspannten Klang, die unaufdringliche Detailwiedergabe mit herzhafter Dynamik, ohne Effekthascherei und nervige Schärfe.

EPILOG

Viele alte Scheiben klingen so schön wie noch nie zuvor. Andere bestehen diese Probe nicht mehr, bleiben
unsauber im Klang und werden endgültig aussortiert.

Viele lange Winterabende können nun kommen um die gesamte CD-Sammlung neu zu hören. Der traumhafte Zustand völlig entspannten Hörens ist eingetreten.

Liebe Musikhörfreunde, ich wünsche Ihnen und Ihrer Anlage auch einen Herrn Swoboda!

W.Richter, Berlin

Kundenanlage:

Kopfhörerverstärker: Sennheiser Orpheus / Swoboda
CD-/SACD-Player: NAD Masters M5 / Swoboda Level 3
NF-Kabel: Swoboda Reinsilberkabel II+
Netzleiste: Swoboda Netzleiste
Netzkabel: NBS Statement
Digitalabschluss: Swoboda 75Ohm Digitalabschluss-Stecker
Aufstellung: Acapella Basis

2018-07-19T10:47:42+00:00